AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Stromlieferbedingungen für Privat- und Gewerbekunden

1. Art und Umfang der Lieferung

(1) almado-ENERGY ist ein Geschäftsfeld der 365 AG (nachfolgend „Energieversorger“). Der Energieversorger liefert für die Versorgung der Eintarifabnahmestelle des Kunden Strom in Niederspannung (Drehstrom mit einer Nennspannung von 400V oder Wechselstrom mit einer Nennspannung von 230 V und einer Nennfrequenz von ca. 50 Hz). Die Nutzung als Heizstrom ist nicht gestattet. Eine Weiterleitung an Dritte ist dem Kunden nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Energieversorgers gestattet.
(2) Die Belieferung von Reservestromanlagen (zum Beispiel beim Betrieb von Blockheizkraftwerken), von Entnahmestellen mit Notstromaggregaten und/oder Photovoltaikanlagen, von Elektrospeicherheizungen und von Wärmepumpen wird standardmäßig durch den Energieversorger nicht angeboten, ebenso wie die Belieferung von Entnahmestellen mit Münzzählern, Chipkartenzählern, Wandlern und Doppel- oder Mehrtarifzählern. Die Belieferung von Abnahmestellen mit den in Abs. 1 Satz 3, Abs. 2 Satz 1, Satz 2 oder Abs. 3 aufgezählten Belieferungsvorbehalten erfolgt ausschließlich in Sondertarifen, abrufbar unter http://www.almado-energy.de/Sondertarife/. Der Kunde kann diese beim Lieferanten jederzeit anfragen. Der Kunde ist verpflichtet, den Energieversorger im Rahmen der Vertragsanbahnung und der Vertragsdurchführung unverzüglich über das Vorliegen oder das Entstehen eines oder mehrerer Belieferungsvorbehalte zu informieren. In allen Tarifen ausgeschlossen ist eine Belieferung, die nur über die Netze ausländischer Netzbetreiber möglich ist.
(3) Verträge an Anschlüssen, bei denen der Netzbetreiber die Belieferung nach Standardlastprofilen nicht zulässt oder der tatsächliche Vorjahresverbrauch oder der durchschnittliche geschätzte Jahresverbrauch 30.000 kWh übersteigt oder 500 kWh unterschreitet werden von dem Energieversorger standardmäßig nicht angeboten.

2. Wirksamwerden des Vertrags, Lieferbeginn

(1) Der Vertrag kommt durch die Annahmeerklärung des Energieversorgers zustande. Vertragsbestandteil sind – neben diesen allgemeinen Lieferbedingungen – auch das Antragsformular des Kunden (Auftrag), die Auftragseingangsbestätigung sowie die Vertragsbestätigung des Energieversorgers. Der verbindliche Liefertermin wird dem Kunden in der Vertragsbestätigung mitgeteilt.
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(3) Der Vertragsschluss und die Bestätigung seitens des Energieversorgers erfolgen ferner nur, wenn keine negative Auskunft einer Wirtschaftsauskunftei (z.B. SCHUFA) insbesondere zu folgenden Punkten vorliegt: Zwangsvollstreckung, erfolglose Pfändung, eidesstattliche Versicherung zum Vermögen, Insolvenzverfahren, Restschuldbefreiung. Erhält der Energieversorger nach Vertragsschluss seitens der Wirtschaftsauskunftei Kenntnis von Informationen über den Kunden, die, wären sie vor Vertragsschluss bekannt gewesen, zu einer Ablehnung der Vertragsanfrage geführt hätten, darf der Energieversorger vom Vertrag binnen einer Frist von 2 Monaten nach Vertragsschluss zurücktreten. Abs. 8 bleibt unberührt.
(4) Der Energieversorger ist berechtigt, zum Schutz vor Forderungsausfällen und zum Zweck der Entscheidung über die Begründung, Durchführung oder Beendigung des Stromlieferungsvertrages, personenbezogene Vertragsdaten sowie Angaben über nicht vertragsgemäßes Verhalten, insbesondere Zahlungsverzug an Wirtschaftsauskunfteien zu übermitteln und entsprechende Auskünfte einzuholen. Soweit während des Vertragsverhältnisses solche Daten bei der jeweiligen Wirtschaftsauskunftei aus anderen Kundenverhältnissen anfallen, erhält der Energieversorger hierüber Auskunft. Die jeweilige Datenübermittlung erfolgt nur, soweit dies zur Wahrung berechtigter Interessen des Energieversorgers oder der jeweiligen Wirtschaftsauskunftei erforderlich ist und schutzwürdige Belange des Kunden nicht beeinträchtigt werden und soweit dies nach Abwägung aller betroffenen Interessen zulässig ist.
(5) Im Fall eines Neueinzugs wird der Energieversorger die Stromlieferung an den Kunden ab dem Einzugstag aufnehmen, wenn die Auftragserteilung dem Energieversorger oder, sofern der Kunde den Stromliefervertrag über einen Vertriebspartner abgeschlossen hat, seinem Vertriebspartner spätestens zum Ende des Vormonats des Einzugstags vorliegt und die Aufnahme der Stromlieferung rechtlich und technisch möglich ist, insbesondere die Voraussetzungen des Abs. 3 erfüllt sind.
(6) Die Stromlieferung beginnt unter Berücksichtigung der verbindlichen Regelungen zum Lieferantenwechsel zum frühestmöglichen Zeitpunkt nach Auftragserteilung. Voraussetzungen sind ferner die Bestätigung der Kündigung des Vorlieferanten und die Bestätigung des Beginns der Netznutzung des Netzbetreibers gegenüber dem Energieversorger. Die Belieferung erfolgt zu einem im Auftrag angegebenen Wunschtermin, sofern ein Wechsel zu diesem Termin rechtlich und technisch möglich ist, insbesondere die Voraussetzungen des Satzes 2 erfüllt sind.
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(8) Tritt eine der in Abs. 3, Abs. 4 und Ziffer 1 Abs. 2 und Abs. 3 genannten Bedingungen während der Vertragslaufzeit ein, steht dem Energieversorger ein Recht zur außerordentlichen Kündigung in Textform zu, es sei denn, dass der Energieversorger den Eintritt der Bedingung zu vertreten hat. Gleiches gilt, wenn der Kunde den Strom als Heizstrom nutzt.
(9) Der Energieversorger kann dem Kunden die Mehrkosten in Rechnung stellen, die dadurch anfallen, dass Angaben des Kunden bei der Vertragsanbahnung oder bei der Vertragsdurchführung unzutreffend sind. Der Energieversorger ist daher berechtigt, in diesem Fall insbesondere Mehrkosten für Rechnungskorrekturen aufgrund falsch übermittelter oder nachträglich abweichender Zählerstände, erhöhte Netznutzungsentgelte sowie Messpreise bei Nutzung von Mehrtarifzählern oder Wandlern zu berechnen. Die Geltendmachung eines gegebenenfalls weitergehenden Schadensersatzanspruchs bleibt dem Energieversorger vorbehalten. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Energieversorger kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
(10) Der Kunde ist – soweit er innerhalb seines Belieferungsauftrages in die elektronische Kommunikation eingewilligt oder einen Tarif mit elektronischer Kommunikation als wesentlichen Tarifbestandteil gewählt hat (im Folgenden: Online-Tarif), verpflichtet, dem Energieversorger ab dem Zeitpunkt des Antrags auf Vertragsabschluss eine gültige und funktionsfähige, von ihm selbst genutzte, E-Mail-Adresse zur Verfügung zu stellen, durch die jederzeit gewährleistet ist, dass der Kunde eine von dem Energieversorger abgegebene Erklärung unmittelbar empfangen kann (insbesondere bei der Verwendung von Schutzprogrammen wie Spamfiltern, Firewalls, etc.). Sofern der Energieversorger für den Kunden ein eigenes E-Mailpostfach einrichtet, erfolgt die Kommunikation ausschließlich über dieses Postfach. Der Kunde wird den Energieversorger unverzüglich über eine Änderung oder einen Wegfall der von ihm benannten E-Mail-Adresse informieren. Ist die Erreichbarkeit des Kunden über die von ihm benannte E-Mail-Adresse nachweislich nicht oder nicht mehr gewährleistet, ist der Energieversorger – sofern den Kunden hieran ein Verschulden trifft – berechtigt, den Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zu kündigen, sofern die Kündigung zwei Wochen vorher postalisch unter der von dem Kunden angegebenen Abnahmestelle angedroht worden ist und der Kunde der fehlenden Erreichbarkeit nicht abgeholfen hat.
(11) Soweit der Kunde innerhalb seines Belieferungsauftrages in die elektronische Kommunikation eingewilligt oder einen Online-Tarif gewählt hat, ist der Energieversorger berechtigt, dem Kunden über die von diesem zur Verfügung gestellte E- Mail-Adresse bzw. das eingerichtete elektronische Postfach rechtserhebliche Erklärungen zur Durchführung, Änderung oder Beendigung des Lieferverhältnisses (z.B. Mitteilungen über den Vertrags- oder Lieferbeginn, Abschlagshöhe und Fälligkeit, etwaige Preis- oder Vertragsanpassungen, Rechnungen, Kündigungsschreiben) zu übersenden und/oder diese online im Kundenbereich seines Internetportales zum Herunterladen zur Verfügung zu stellen. Eine Übersendung von Unterlagen per Briefpost erfolgt somit regelmäßig nicht.  Der Energieversorger behält sich vor, den Kunden bei technischen Störungen (z.B. Serverausfall oder sonstigen länger andauernden Störungen des Kommunikationsweges über E-Mail) ausnahmsweise über andere Kommunikationsformen (z.B. Briefpost) zu kontaktieren.

3. Vertragsänderungen

(1) Der Energieversorger ist berechtigt, diese Vertragsbedingungen zu ändern. Die Mitteilung erfolgt in Textform mindestens sechs Wochen vor der beabsichtigten Änderung der Vertragsbedingungen unter Angabe des Zeitpunkts, ab dem die geänderten Vertragsbedingungen gelten. Der Kunde ist in diesem Fall berechtigt, den Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist bis zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderungen zu kündigen. Der Energieversorger ist verpflichtet, den Kunden in seiner Mitteilung auf das Bestehen des Sonderkündigungsrechts besonders hinzuweisen.
(2) Abs. 1 gilt nicht für die Änderung des Strompreises, die Weitergabe von Steuern, Abgaben und hoheitlichen Belastungen nach Ziffer 8 dieser Belieferungsbedingungen sowie der vereinbarten Leistungsinhalte, der Vertragslaufzeit und der Kündigungsregelung. Änderungen der Grund- und Arbeitspreise sowie bzgl. der Weitergabe von Steuern, Abgaben und hoheitlichen Belastungen richten sich ausschließlich nach Ziffer 8.

4. Laufzeit, ordentliche Kündigung des Vertrags

(1) Die Vertragslaufzeit eines Stromliefervertrags in den Tarifen „Bonus 12“, „Basic“, „PowerPack (B, green)“, „easy12 (B, green)“, „Grünkraft“, „almado fair&einfach“, „almado Vital(B)“, „almado gewerbe (B, green)“, „almado ökosiegel (B)“, „transparent(B, green)“, „exakt&günstig(B, green)“ und „almado einfachgrün“ beträgt, sofern in dem jeweiligen Produktdatenblatt keine abweichende Regelung getroffen wurde, jeweils ein Jahr. Die Tarife „almado plus“, „almado gut&günstig(B)“ und „almado Vitamin“ haben eine Vertragslaufzeit von einem Monat.
(2) In den Tarifen „Bonus 12“, „Basic“, „PowerPack(B, green)“,, „easy12(B, green), , „almado fair&einfach“, „almado einfachgrün“, „almado Vital(B)“, „almado gewerbe(B, green)“, „almado ökosiegel (B), „transparent(B, green)“, „exakt&günstig (B, green)“ sowie „Grünkraft“ verlängert sich der Vertrag nach Ablauf der jeweiligen Vertragslaufzeit um jeweils ein Jahr, sofern er nicht zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit von einem der Vertragspartner gekündigt wird. In den Tarifen „almado plus“, „almado gut&günstig(B)“ und „almado Vitamin“ verlängert sich der Vertrag nach Ablauf der Vertragslaufzeit um jeweils einen Monat, sofern er nicht zum Ende der Vertragslaufzeit von einem der Vertragspartner gekündigt wird.
(3) Die Tarife "almado plus“, „almado gut&günstig(B)“ und „almado Vitamin“ sind untermonatlich mit gesetzlicher Kündigungsfrist kündbar. Die Kündigung eines Stromliefervertrags in den Tarifen „Bonus 12“ und „Basic“ hat jeweils mit einer Frist von 8 Wochen zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit in Schriftform zu erfolgen. Die Kündigung eines Stromliefervertrags in den Tarifen „almado fair&einfach“, „almado Vital(B)“, „almado gewerbe(B, green)“, „almado ökosiegel (B)“, „transparent(B, green)“, „exakt&günstig(B, green)“ und „almado einfachgrün“ hat mit einer Frist von 6 Wochen, jeweils zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit in Schriftform zu erfolgen. Die Kündigung eines Stromliefervertrags in den Tarifen „PowerPack(B, green)“, „easy12(B, green)“, und „Grünkraft“ hat mit einer Frist von 12 Wochen, jeweils zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit in Schriftform zu erfolgen. Eine Kündigung in Textform ist nicht ausreichend. Die Kündigung ist zu richten an „365 AG, Kundenservice, Im Mediapark 8, 50670 Köln“.

5. Kündigung aus wichtigem Grund, Unterbrechung der Versorgung

(1) Außerordentliche Kündigungen des Vertrages haben nach Maßgabe des § 314 BGB zu erfolgen und bedürfen der Schriftform.
(2) Der Energieversorger ist berechtigt, die Versorgung ohne vorherige Androhung durch den Netzbetreiber unterbrechen zu lassen und die Lieferung einzustellen, wenn der Kunde diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen zuwiderhandelt und die Unterbrechung erforderlich ist, um den Gebrauch von elektrischer Arbeit unter Umgehung, Beeinflussung oder vor Anbringung der Messeinrichtungen zu verhindern. Bei anderen Zuwiderhandlungen, insbesondere bei der Nichterfüllung einer Zahlungsverpflichtung trotz Mahnung, ist der Energieversorger berechtigt, die Versorgung vier Wochen nach Androhung unterbrechen zu lassen und den zuständigen Netzbetreiber nach § 24 Abs. 3 der Niederspannungsanschlussverordnung mit der Unterbrechung der Grundversorgung zu beauftragen. Dies gilt nicht, wenn die Folgen der Unterbrechung außer Verhältnis zur Schwere der Zuwiderhandlung stehen oder der Kunde darlegt, dass hinreichende Aussicht besteht, dass er seinen Verpflichtungen nachkommt. Der Energieversorger kann mit der Mahnung zugleich die Unterbrechung der Versorgung androhen, sofern dies nicht außer Verhältnis zur Schwere der Zuwiderhandlung steht. Wegen Zahlungsverzuges darf der Energieversorger eine Unterbrechung unter den in den Sätzen 2 bis 4 genannten Voraussetzungen nur durchführen lassen, wenn der Kunde nach Abzug etwaiger Anzahlungen mit Zahlungsverpflichtungen von mindestens 100 Euro in Verzug ist. Bei der Berechnung der Höhe des Betrages nach Satz 5 bleiben diejenigen nicht titulierten Forderungen außer Betracht, die der Kunde form- und fristgerecht sowie schlüssig begründet beanstandet hat. Ferner bleiben diejenigen Rückstände außer Betracht, die wegen einer Vereinbarung zwischen Versorger und Kunde noch nicht fällig sind oder die aus einer streitigen und noch nicht rechtskräftig entschiedenen Preiserhöhung des Lieferanten resultieren. Der Beginn der Unterbrechung der Versorgung ist dem Kunden drei Werktage im Voraus anzukündigen.
(3) Der Energieversorger hat die Versorgung unverzüglich wiederherstellen zu lassen, sobald die Gründe für ihre Unterbrechung entfallen sind und der Kunde die Kosten der Unterbrechung und Wiederherstellung der Belieferung ersetzt hat. Die Kosten können für strukturell vergleichbare Fälle pauschal berechnet werden; die pauschale Berechnung muss einfach nachvollziehbar sein. Die Pauschale darf die nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge zu erwartenden Kosten nicht übersteigen. Auf Verlangen des Kunden ist die Berechnungsgrundlage nachzuweisen. Der Nachweis geringerer Kosten ist dem Kunden gestattet.

6. Auszug des Kunden

(1) Der Kunde kann diesen Vertrag im Fall eines Auszugs mit einer Frist von vier Wochen zum Auszugstermin in Textform kündigen. Der Kunde teilt dem Energieversorger in diesem Fall die neue Anschrift mit. Kündigt der Kunde nicht rechtzeitig im Sinne von Satz 1, gelten die Verpflichtungen aus diesem Vertrag bis zur Abmeldung des Kunden durch den Netzbetreiber oder bis zur anderweitigen Beendigung dieses Vertrags.
(2) Teilt der Kunde dem Energieversorger die neue Anschrift nicht gemäß Abs. 1 Satz 2 mit, ist der Energieversorger berechtigt, die dadurch entstehenden Kosten dem Kunden in angemessener Höhe pauschal in Rechnung zu stellen. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass keine oder geringere Kosten entstanden sind.

7. Erweiterung und Änderung von Anlagen und Verbrauchsgeräten, Mitteilungspflichten, Wasserschäden

(1) Erweiterungen und Änderungen von Kundenanlagen sowie die Verwendung zusätzlicher Verbrauchsgeräte sind dem Energieversorger mitzuteilen, soweit sich dadurch preisliche Bemessungsgrößen ändern.
(2) Nähere Einzelheiten über den Inhalt der Mitteilung kann der Lieferant in ergänzenden Bedingungen regeln.
(3) Der Energieversorger ist berechtigt, einen beim Kunden durch einen Wasserschaden oder ein vergleichbares außerplanmäßiges Ereignis entstehenden Verbrauch mit 40 Cent/kWh brutto abzurechnen. Hiervon umfasst ist insbesondere auch ein Verbrauch, der durch den Einsatz von Trocknungsgeräten entsteht. Der Kunde ist verpflichtet, dem Energieversorger diesen Verbrauch unverzüglich anzuzeigen und auf Verlangen des Energieversorgers nachzuweisen.

8. Preismodell, Preisanpassung, Sonderkündigungsrecht

(1) Der Energieversorger berechnet dem Kunden einen Preis pro kWh (Arbeitspreis) sowie einen monatlichen Grundpreis. Die Bruttopreise setzen sich jeweils zusammen aus dem Basispreis zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Ändert sich einer der beiden Preisbestandteile, so ändert sich der Bruttopreis entsprechend. Im Basispreis enthalten sind die Kosten für Energiebeschaffung und Vertrieb, Personal und Kundenverwaltungsstruktur des Energieversorgers sowie die Entgelte für Messstellenbetrieb, Messdienstleistung, jährliche Abrechnung sowie die sonstigen staatlich veranlassten bzw. hoheitlich regulierbaren Preiskomponenten. Die staatlich veranlassten Preiskomponenten des Strompreises setzen sich neben der Umsatzsteuer als weiterer staatlich veranlasster Preiskomponente derzeit zusammen aus Stromsteuer sowie der Umlage aus dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (im Folgenden: „KWK-Umlage“), der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (im Folgenden: „EEG-Umlage“), der Offshore-Haftungsumlage nach § 17f Abs. 5 EnWG (im Folgenden: „Offshore-Umlage“), der Umlage für abschaltbare Lasten nach § 18 AbLaV (im Folgenden: „AbLaV-Umlage“), der Umlage nach § 19 StromNEV (im Folgenden: „§ 19 StromNEV-Umlage“) sowie der Konzessionsabgabe. Die hoheitlich regulierbaren Preiskomponenten setzen sich derzeit zusammen aus den Netznutzungsentgelten. Bei den bei Vertragsschluss vom Energieversorger gegenüber Privatkunden angegebenen Preisen handelt es sich jeweils um den Bruttopreis. Bei den bei Vertragsschluss mit Gewerbekunden angegebenen Preisen handelt es sich um den Nettopreis, jeweils zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Monatliche Grundpreise werden je angefangenem Belieferungsmonat erhoben.
(2) In Tarifen, die mit der Bezeichnung „Pro“ gesondert als solche gekennzeichnet sind, bietet der Energieversorger dem Kunden den jeweiligen Arbeitspreis auf Grundlage der in dem Belieferungsauftrag angegebenen Verbrauchsprognosen an. Sollte der tatsächliche Stromjahresverbrauch den von dem Kunden angegebenen Prognosewert um mehr als 20% über- oder unterschreiten, wird der bei Vertragsabschluss bekanntgegebene Mehr- oder Minderverbrauchsaufschlag auf den Arbeitspreis mit Wirkung für die Abrechnung des gesamten Stromverbrauchs fällig. Die von dem Energieversorger entsprechend angebotenen Tarife eignen sich nur für Kunden, die ihren Verbrauch sicher einschätzen können und deren Stromverbrauch stabil ist.
(3) Bei Tarifen mit der Bezeichnung „Power Pack (B, green)“, „almado ökosiegel (B)“, „transparent (B, green)“ sowie „exakt & günstig (B, green)“ handelt es sich um Pakettarife. Bei diesen besteht der vom Kunden zu zahlende Preis aus einem verbrauchsunabhängigen Bestandteil (Grundpreis), einer unabhängig von der tatsächlich verbrauchten Strommenge zu bezahlenden Arbeitspreissumme (Jährliches Mindestverbrauchsentgelt), und einem gegebenenfalls zusätzlich zu zahlenden verbrauchsabhängigen Mehrverbrauchsarbeitspreis je Kilowattstunde (Mehrverbrauchspreis). Bei Pakettarifen wird zwischen dem Energieversorger und dem Kunden die Abnahme der in dem Stromliefervertrag ausgewiesenen jährlichen Mindestverbrauchsmenge durch den Kunden fest vereinbart. Eine Änderung der vereinbarten jährlichen Mindestverbrauchsmenge nach Abschluss des Stromliefervertrages sowie während der Laufzeit ist ausgeschlossen. Aus der Multiplikation des Arbeitspreises pro Kilowattstunde mit der vereinbarten jährlichen Mindestverbrauchsmenge zuzüglich des Grundpreises ergibt sich das vom Kunden mindestens zu zahlende jährliche Mindestverbrauchsentgelt. Auch soweit die jährliche Mindestverbrauchsmenge durch den Kunden nicht verbraucht wird, ist der Kunde zur Zahlung des jährlichen Mindestverbrauchsentgelts in voller Höhe verpflichtet. Eine Erstattung von nicht verbrauchten Kilowattstunden erfolgt nicht. Auch sind nicht verbrauchte Kilowattstunden nicht in folgende Belieferungsjahre übertragbar und verfallen mit Ablauf des jeweiligen Belieferungsjahres. Der Kunde ist darüber hinaus verpflichtet, den innerhalb eines Belieferungsjahres über die Mindestverbrauchsmenge hinausgehend verbrauchten Strom in Höhe des Mehrverbrauchspreises zusätzlich zum Mindestverbrauchsentgelt zu zahlen. Der Energieversorger behält sich bei Pakettarifen das Recht vor, bei einer unterjährigen Beendigung des Stromliefervertrages sowie bei einer Abrechnung über einen unterjährigen Belieferungszeitraum die Abrechnung eines Pakettarifs unter Berücksichtigung des Standardlastprofils (SLP) des Bundesverbandes der Energie und Wasserwirtschaft e.V. vorzunehmen.
(4) (-)
(5) Der Energieversorger kann dem Kunden eine Preisgarantie gewähren. Eine eingeschränkte Preisgarantie des Energieversorgers umfasst alle Preisbestandteile, die nicht staatlich veranlasst   sind. Der Energieversorger ist somit jederzeit berechtigt – sofern nicht anderweitig vereinbart oder zugesichert – Änderungen  von staatlich veranlassten Preiskomponenten an den Kunden weiterzugeben (eingeschränkte Preisgarantie). Der Energieversorger kann dem Kunden darüber hinaus eine volle Preisgarantie gewähren. Bei dieser ist eine Änderung des Preises ausgeschlossen.
(6) Mit Ausnahme der Weitergabe der staatlich veranlassten   Preiskomponenten erfolgen Preisänderungen nur nach Ablauf der jeweiligen Preisgarantie, soweit eine solche vereinbart wurde und richten sich nach Abs. 8. Die Weitergabe von künftigen Änderungen bereits bestehender sowie die Weitergabe von neu eingeführten staatlich veranlassten Preiskomponenten richten sich nach Abs. 9.
(7) –
(8) Preisänderungen, die nicht die staatlich veranlassten Preiskomponenten betreffen, werden nur wirksam, wenn der Energieversorger diese mindestens sechs Wochen vor dem geplanten Wirksamwerden in Textform mitteilt. Der Energieversorger ist berechtigt und verpflichtet, eine Anpassung des Preises im Wege der einseitigen Leistungsbestimmung in Ausübung billigen Ermessens (§ 315 BGB) nach Maßgabe der Entwicklung der für die Preisbildung maßgeblichen Faktoren vorzunehmen. Der Energieversorger hat daher insbesondere steigende oder sinkende Kosten für die Energiebeschaffung und den Vertrieb, den Messstellenbetrieb, die Messdienstleistung und die jährliche Abrechnung, sowie für Personal und die Kundenverwaltungsstruktur des Energieversorgers bei der Preisanpassung zu berücksichtigen. Im Falle von Kostensteigerungen ist der Energieversorger zur Preisanpassung berechtigt, im Falle von Kostensenkungen verpflichtet. Wirken sich Veränderungen der für die Preisbildung maßgeblichen Faktoren sowohl kostensenkend als auch kostensteigernd aus, wird der Energieversorger Kostensenkungen mit den Kostensteigerungen so miteinander verrechnen, dass sich beide gleichermaßen auf die Preisänderung auswirken. Ändert der Energieversorger hiernach die Preise, so hat der Kunde das Recht, den Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist bis zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung zu kündigen. Weitere vertragliche und gesetzliche Kündigungsrechte bleiben hiervon unberührt. Der Energieversorger wird in der Änderungsmitteilung auf das besondere Kündigungsrecht gesondert hinweisen. 
(9) Künftige Neueinführungen oder Änderungen von staatlich veranlassten Preiskomponenten  kann der Energieversorger frühestens zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens vollständig an den Kunden weitergeben, solange keine oder nur eine eingeschränkte Preisgarantie vereinbart wurde. Bei Senkungen der vorgenannten Preisbestandteile ist der Energieversorger zur Minderung verpflichtet. Sollte mit der Neueinführung oder Erhöhung von staatlich veranlassten Preiskomponenten  eine Abschaffung, Reduzierung oder Aussetzung von staatlich veranlassten Preiskomponenten einhergehen, wird der Energieversorger die daraus resultierenden Kostensenkungen mit den Mehrkosten verrechnen. Über Anpassungen des Strompreises aufgrund der Neueinführung, Erhöhung, Abschaffung, Senkung oder Aussetzung von  staatlich veranlassten Preiskomponenten wird der Energieversorger den Kunden in Textform informieren.
(10) Ändern sich während eines Abrechnungszeitraumes die verbrauchsabhängigen Preise, so wird der für die geänderten Preise maßgebliche Verbrauch zeitanteilig berechnet. Jahreszeitliche Verbrauchsschwankungen sind auf der Grundlage der für Haushaltskunden maßgeblichen Erfahrungswerte angemessen zu berücksichtigen. Entsprechendes gilt bei Änderungen des Satzes der Umsatzsteuer oder erlösabhängiger Abgabensätze.

9. Bonusanspruch/ Frei kWh

(1) Ein von dem Energieversorger gewährter Bonus wird gewährt nach zwölf Monaten ununterbrochener und berechtigter Belieferung des Kunden im selben Tarif an derselben Abnahmestelle. Ein Anspruch auf Gewährung eines Bonus oder von frei-kWh besteht nicht, wenn das Vertragsverhältnis vor Ablauf eines Belieferungsjahres durch den Kunden oder aus vom Kunden zu vertretenden Gründen beendet wurde oder der Kunde bzw. ein Haushaltsangehöriger bereits durch den Energieversorger beliefert wurde oder der Kunde bzw. ein Haushaltsangehöriger innerhalb der letzten 6 Monate bereits eine Vertragserklärung widerrufen hat oder der Kunde aus einem anderen Tarif des Energieversorgers gewechselt ist. Der Bonusanspruch entsteht mit vollständiger Vertragserfüllung durch den Kunden. Der Vertrag ist vollständig erfüllt, wenn der Kunde seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht wesentlich zuwiderhandelt. Ein Anspruch auf Gewährung eines Bonus oder von Frei-kWh besteht ferner nur für ein einziges Vertragsverhältnis pro Kunde mit dem Energieversorger. Begründet der Kunde mehrere Vertragsverhältnisse mit dem Energieversorger, so besteht ein Anspruch auf Gewährung eines Bonus oder von Frei-kWh nur für das zeitlich als erstes zustande gekommene Vertragsverhältnis.
(2) Sofern nicht anderweitig vereinbart, beläuft sich der Bonus auf eine prozentuale Gutschrift auf die erste Jahresabrechnung über die gelieferte Energie nach Ende des jeweilig für den Bonus maßgeblichen Belieferungszeitraumes. Der Bonus kann erst abgerechnet werden, wenn der Kunde den Zählerstand zum Ende der für die Bonusberechnung maßgeblichen Mindestvertragslaufzeit mitgeteilt hat. Frei-kWh werden als Rabatt in Euro ausgewiesen. Der Bonus wird höchstens gewährt auf den bei Vertragsschluss geltenden Preis und den angegebenen Jahresverbrauch des Kunden. Bei Pakettarifen wird die Berechnung des Bonus höchstens auf Grundlage des bei Vertragsschluss geltenden Preises sowie der bei Vertragsschluss vereinbarten kWh-Abnahmemenge vorgenommen.
(3) Die Verrechnung des Bonus oder von Frei-kWh mit den monatlichen Abschlagszahlungen gemäß Ziffer 10 vor Erteilung der ersten Jahresabrechnung nach Ende des für den Bonus maßgeblichen Belieferungszeitraumes ist unzulässig.
(4) Der Bonus und Frei-kWh werden in Privatkundentarifen ausschließlich Haushaltskunden bei ausschließlich privater Nutzung der Abnahmestelle  gewährt.
(5) Bei dem Tarif „almado plus“ erhält der Kunde, wenn er von seinem Sonderkündigungsrecht infolge Preisänderung Gebrauch macht oder der Anbieter dem Kunden kündigt ohne das ein wichtiger Kündigungsgrund vorliegt, den Bonus zeitanteilig gemessen an dem tatsächlichen Belieferungszeitraum, soweit ansonsten die Voraussetzungen für die Gewährung eines Bonus erfüllt sind.

10. Abrechnung, Rechnungsstellung, Abschlagszahlungen, Zahlungsweise, Messstellenbetrieb und Messdienstleistung, Zählerstände.

(1) Der Energieversorger wird den Stromverbrauch in der Regel einmal pro Jahr abrechnen sofern, vertraglich mit dem Kunden nichts Abweichendes vereinbart worden ist. Der Energieversorger legt der Jahresverbrauchsabrechnung die vom zuständigen Netzbetreiber bzw. vom Kunden gemeldeten Angaben, der Endabrechnung die vom zuständigen Netzbetreiber letztgemeldeten Angaben zugrunde, wobei Ausgangspunkt der ersten Jahresverbrauchsabrechnung der vom zuständigen Netzbetreiber zum Lieferbeginn gemeldete Anfangszählerstand ist. Bei der Abrechnung werden die Verbrauchsdaten mit den Nettopreisen multipliziert und anschließend die Umsatzsteuer hinzugerechnet. Dabei kann es im Vergleich zur Abrechnung auf Basis der Bruttopreise zu Rundungsdifferenzen kommen. Kann eine Abrechnung aus vom Kunden zu vertretenden Gründen nach Ende des jeweiligen Belieferungszeitraumes nicht erstellt werden oder wird eine Korrektur einer bereits erstellten Rechnung vorgenommen, ist der Energieversorger berechtigt, die nach Ende des Abrechnungszeitraumes fällig gewordenen Abschläge zu verrechnen.
(2) Sofern die Parteien nichts Abweichendes vereinbart haben, zahlt der Kunde monatliche Abschlagszahlungen, die für das erste Abrechnungsjahr nach Wahl des Energieversorgers auf Basis des vom Kunden oder vom jeweilig zuständigen Netzbetreiber angegebenen Stromverbrauchs und des gewählten Tarifmodells ermittelt werden. In den Folgejahren wird auf Basis des sich aus der letzten Abrechnung ergebenden Stromverbrauchs der für die folgende Abrechnungsperiode zu erwartende Stromverbrauch ermittelt und mit den dann gültigen Preisen bewertet. Die Abschlagszahlungen werden auf die jährliche Abrechnung angerechnet und erfolgen i. d. R. monatlich. Die Höhe der Abschlagszahlungen sowie die weiteren Fälligkeitszeitpunkte nach Versorgungsbeginn werden dem Kunden mit der Vertragsbestätigung bzw. der Jahresverbrauchsabrechnung mitgeteilt. Ändern sich gemäß Ziffer 8 Abs.8 die Preise, so ist der Energieversorger berechtigt, die nach der Preisänderung anfallenden Abschlagszahlungen entsprechend der Preisänderung anzupassen. Dieses gilt gleichermaßen bei der Weitergabe der Änderung von Steuern, Abgaben und hoheitlichen Belastungen nach Ziffer 8 Abs. 9. Erteilt der Kunde keine Einzugsermächtigung, so ist der Rechnungsbetrag bzw. die Abschlagszahlung per Überweisung oder Dauerauftrag zu den in der Versorgungsbestätigung bzw. der Jahresabrechnung mitgeteilten Fälligkeitszeitpunkten zu entrichten. Für den zusätzlichen Bearbeitungsaufwand ist der Energieversorger berechtigt, bei Zahlungen per Überweisung eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 2,00 EUR (brutto) pro Einzelüberweisung zu berechnen. Wird der Vertrag durch den Kunden oder aus vom Kunden zu vertretenden Gründen vor Ablauf der ordentlichen Vertragslaufzeit gekündigt, ist der Energieversorger berechtigt, ab sofort von einer vom Kunden erteilten Einzugsermächtigung keinen Gebrauch mehr zu machen. Der Energieversorger wird den Kunden hierüber in Textform informieren. Der Kunde ist in diesem Falle verpflichtet, die rechtzeitige Zahlung durch Überweisung oder Dauerauftrag sicherzustellen.
(3) Der in der Jahresabrechnung berechnete Energieverbrauch wird auf Basis des Zählerstandes des Kunden ermittelt. Der Kunde ist verpflichtet, den Zählerstand nach Aufforderung durch den Energieversorger oder den jeweiligen Netzbetreiber oder Messstellenbetreiber am Ort der Entnahmestelle selbst abzulesen oder durch einen Beauftragten vor Ort ablesen zu lassen sowie unaufgefordert den Zählerstand zum Lieferbeginn sowie zum Ende der jeweiligen Mindestvertragslaufzeit selbst abzulesen und dem örtlichen Netzbetreiber und dem Energieversorger mitzuteilen. Der Energieversorger ist ferner bevollmächtigt, den Messstellenbetrieb und die Messdienstleistung an dem Zählpunkt des Kunden selbst vorzunehmen oder hierfür im Namen des Kunden einen Dritten zu beauftragen. Erfolgt keine Übermittlung des Zählerstandes oder ist der übermittelte Zählerstand für den Energieversorger nicht plausibel nachvollziehbar, kann der Energieversorger den Verbrauch auf Basis der letzten Ablesung, des bei Vertragsschluss mitgeteilten Zählerstandes oder angegebenen Jahresverbrauches schätzen. Die tatsächlichen Verhältnisse werden dabei angemessen berücksichtigt.
(4) Der Kunde hat innerhalb eines Abrechnungsjahres die Möglichkeit, mehrmals eine Zwischenabrechnung auf Basis des bei dem Energieversorger vorliegenden Zählerstandes zusätzlich zur Jahresverbrauchsabrechnung zu erhalten. Hierfür, oder soweit der Kunde eine monatliche, vierteljährliche oder halbjährliche Abrechnung wünscht ist der Abschluss eines gesonderten Vertrages Voraussetzung. Jede erstellte Zwischenabrechnung wird von dem Energieversorger mit 20,00 Euro brutto berechnet. Abweichend hiervon werden vom Kunden aufgrund eines durch einen Wasserschaden oder ein vergleichbares außerplanmäßiges Ereignis entstandenen Mehrverbrauchs  verlangte Zwischenabrechnungen dem Kunden mit 35,00 Euro brutto in Rechnung gestellt.
(5) Gegen Ansprüche des Energieversorgers kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenansprüchen aufgerechnet werden.

11. SEPA-Lastschrift, Zahlungsverzug und Rücklastschrift, Kosten- und Entgeltliste

(1) Fällige Zahlungen werden nach Ablauf des Fälligkeitstermins angemahnt und können anschließend durch einen beauftragten Dritten eingezogen werden. Die durch den Verzug entstehenden Kosten hat der Kunde zu erstatten. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass keine oder geringere Kosten angefallen sind. Bei wiederholtem Zahlungsverzug, v.a. hinsichtlich fälliger Forderungen aus Abschlägen, Jahres- oder Schlussrechnungen, werden die offenen Forderungen nach Verzugseintritt ohne weitere Mahnungen zur Beitreibung abgegeben.
(2) Der Energieversorger ist berechtigt, für den Elektrizitätsverbrauch eines Abrechnungszeitraums Vorauszahlung vom Kunden zu verlangen, wenn nach den Umständen des Einzelfalles Grund zu der Annahme besteht, dass der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht rechtzeitig nachkommt. Der Energieversorger wird den Kunden hierüber in Textform unterrichten und den Beginn, die Höhe und die Gründe der Vorauszahlung sowie die Voraussetzungen für ihren Wegfall angeben. Die Vorauszahlung bemisst sich nach dem Verbrauch des vorhergehenden Abrechnungszeitraums oder dem durchschnittlichen Verbrauch vergleichbarer Kunden. Macht der Kunde glaubhaft, dass sein Verbrauch erheblich geringer ist, so wird der Energieversorger dieses angemessen berücksichtigen. Die Vorauszahlung wird vom Energieversorger in der nächsten Rechnungserteilung verrechnet.
(3) Hat der Kunde für die ihn aus dem Vertrag treffenden Zahlungsverpflichtungen eine Einzugsermächtigung erteilt, so stellt er sicher, dass die für einen reibungslosen Lastschrifteinzug notwendige Deckung auf dem Konto vorhanden ist. Der Kunde wird zur Ermöglichung von Lastschrifteinzügen nach dem SEPA-Verfahren verpflichtet, auf Aufforderung des Energieversorgers ein entsprechendes schriftliches SEPA-Lastschriftmandat zu erteilen. Wird das Lastschriftmandat nicht binnen 14 Tagen nach Aufforderung erteilt, ist der Kunde zur Sicherstellung der Zahlungsflüsse verpflichtet, mit dem nächsten Fälligkeitstermin sämtliche Zahlungen per Überweisung zu bezahlen oder bis dahin einen Dauerauftrag einzurichten.
(4) Der Energieversorger veröffentlicht unter http://www.almado-energy.de/rechtliches/agb die jeweils aktuell gültige Kosten- und Entgeltliste für sonstige Leistungen im Rahmen des Vertragsverhältnisses.

12. Haftung

(1) Für Schäden, die der Kunde durch Unterbrechung oder bei Unregelmäßigkeiten in der Stromversorgung erleidet, haftet der Energieversorger nicht, soweit es sich um Folgen einer Störung des Netzbetriebs einschließlich des Netzanschlusses handelt. Der Energieversorger weist darauf hin, dass in diesem Fall ein Anspruch gem. § 6 Abs. 3 S. 1 StromGVV gegen den Netzbetreiber geltend gemacht werden kann.
(2) Unbeschadet Abs. 1 haftet der Energieversorger nur für Schäden aus der schuldhaften Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Darüber hinaus haftet der Energieversorger für Schäden aus vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Pflichtverletzung oder soweit zwingende gesetzliche Haftungsregelungen (z.B. Produkthaftungsgesetz) bestehen. Der Energieversorger haftet auch für Schäden aus schuldhafter Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, bei leichter Fahrlässigkeit jedoch der Höhe nach begrenzt auf die bei Vertragsbeginn vorhersehbaren vertragstypischen Schäden. Wesentliche Vertragspflichten sind dabei solche Verpflichtungen, die vertragswesentliche Rechtspositionen des Kunden schützen, die ihm der Vertrag nach seinem Inhalt und Zweck gerade zu gewähren hat; wesentlich sind ferner solche Vertragspflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertraut und vertrauen darf. Im Übrigen ist eine Haftung des Energieversorgers ausgeschlossen.
(3) Die Haftungsregelung nach Abs. 2 gilt gleichermaßen für Personen, für die der Energieversorger einzustehen hat.
(4) Von den Regelungen in den Absätzen 1 und 2 bleibt die Haftung des Lieferanten nach sonstigen zwingenden gesetzlichen Vorschriften unberührt.

13. Schlussbestimmung

(1) Der Energieversorger darf sich zur Erfüllung seiner vertraglichen Pflichten Dritter bedienen.
(2) Die Rechte und Pflichten aus diesem Stromliefervertrag können mit Zustimmung des anderen Teils auf einen Dritten übertragen werden. Eine Zustimmung ist nicht erforderlich, wenn der Dritte ein verbundenes Unternehmen des Energieversorgers im Sinne der §§ 15 ff. Aktiengesetz (AktG) ist.
(3) Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Die Aufhebung und Kündigung dieses Stromliefervertrags bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Textform, sofern nicht Schriftform vereinbart ist. Gleiches gilt für die Änderung/ Aufhebung dieser Textformklausel.
(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieses Stromliefervertrags unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen des Stromliefervertrags nicht berührt.
(5) Ist der Kunde Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, so ist Gerichtsstand der Sitz des Energieversorgers, sofern nicht im Einzelfall ein ausschließlicher gesetzlicher Gerichtsstand begründet ist. Bei vorgenannter Kundengruppe ist Erfüllungsort für alle Verpflichtungen aus diesem Vertrag, soweit sie nicht an die Verbrauchsstelle gebunden sind, der Sitz des Energieversorgers.
(6) Diese Allgemeinen Stromlieferbedingungen gelten ausschließlich. Die Geltung abweichender Bedingungen ist ausgeschlossen, selbst wenn der Energieversorger derartigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht ausdrücklich widerspricht. Diese Allgemeinen Stromlieferbedingungen gelten auch dann, wenn der Energieversorger in Kenntnis entgegenstehender oder von diesen Allgemeinen Stromlieferbedingungen abweichenden Bedingungen des Kunden die Strombelieferung an den Kunden vorbehaltlos an den Kunden ausführt.

14. Datenschutz

Der Energieversorger ist berechtigt, wenn und soweit dies für die Erfüllung eigener Geschäftszwecke im Rahmen der Begründung, Durchführung oder Beendigung des Stromlieferungsvertrages erforderlich ist, personenbezogene Daten des Kunden zu erheben, zu speichern, zu verändern und zu übermitteln. Dies gilt auch für die Weitergabe von Daten an Dritte, die mit der Einziehung von offenen Forderungen des Energieversorgers beauftragt werden. Die Erhebung, Speicherung, Veränderung oder Übermittlung personenbezogener Daten des Kunden erfolgt nur, soweit dies zur Wahrung berechtigter Interessen des Energieversorgers erforderlich ist und kein Grund zu der Annahme besteht, dass das schutzwürdige Interesse des Kunden an dem Ausschluss der Verarbeitung oder Nutzung überwiegt. Alle aus Anlass und in Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis erhobenen, verarbeiteten und genutzten personenbezogenen Daten des Kunden behandeln der Energieversorger und der beauftragte Dritte entsprechend den jeweils geltenden Vorschriften zum Schutz personenbezogener Daten. Wenn und soweit die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten des Kunden aus dem Messsystem oder mit Hilfe des Messsystems erfolgt, beachtet der Lieferant die datenschutzrechtlichen Grenzen des § 21g EnWG.

15. Verbraucherbeschwerden, Schlichtung

(1) Energieversorgungsunternehmen, Messstellenbetreiber und Messdienstleister (Unternehmen) sind verpflichtet, Beanstandungen von Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB (Verbraucher) insbesondere zum Vertragsabschluss oder zur Qualität von Leistungen des Unternehmens (Verbraucherbeschwerden), die den Anschluss an das Versorgungsnetz, die Belieferung mit Energie sowie die Messung der Energie betreffen, im Verfahren nach § 111a EnWG innerhalb einer Frist von vier Wochen ab Zugang beim Unternehmen zu beantworten. Bitte nutzen Sie für die Einlegung einer Verbraucherbeschwerde nach § 111 a EnWG unser Beschwerdeformular: http://www.almado-energy.de/Schlichtungsverfahren/Beschwerdeformular/.
(2) Der Energieversorger hat für seine Kunden zudem außerhalb des Kundenservice eine hausinterne Schlichtungsstelle eingerichtet, die sich in Streitfällen gern bemüht, schnell und unbürokratisch eine einvernehmliche Lösung zu finden. Sie erreichen die Schlichtungsstelle unter verbraucherbeauftragter@almado-energy.de.
(3) Ein Antrag an die Schlichtungsstelle Energie e.V. Friedrichstraße 133,
 10117 Berlin, Telefon: +49 (0) 30 / 27 57 240 – 0 
Fax: +49 (0) 30 / 27 57 240 – 69, 
E-Mail: info@schlichtungsstelle-energie.de nach § 111b EnWG ist erst zulässig, wenn der Energieversorger im Verfahren nach § 111a Energiewirtschaftsgesetz der Verbraucherbeschwerde nicht spätestens nach vier Wochen ab Zugang beim Unternehmen abgeholfen hat. Bitte nutzen Sie für die Einlegung einer Verbraucherbeschwerde nach § 111 a EnWG unser Beschwerdeformular: http://www.almado-energy.de/Schlichtungsverfahren/Beschwerdeformular/. Das Recht der Beteiligten, die Gerichte anzurufen oder ein anderes Verfahren nach dem EnWG zu beantragen, bleibt unberührt. Die Einreichung einer Beschwerde bei der Schlichtungsstelle hemmt die gesetzliche Verjährung gemäß § 204 Abs. 1 Nr. 4 BGB.
(4) Kontaktdaten des Verbraucherservice der Bundesnetzagentur für den Bereich Elektrizität und Gas, Postfach 8001, 53105 Bonn, Telefon: 030/ 22480-500 oder 01805 101000 (Festnetzpreis 14ct/min; Mobilfunkpreis maximal 42ct/min), Telefax: 030/ 22480-323, E-Mail: verbraucherservice-energie@bnetza.de.
(5) Gesetzliche Informationspflichten: Zum Thema Energieeffizienz gemäß der Informationspflicht nach § 4 Abs. 1 des Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) wird auf die Liste der Anbieter von Energiedienstleistungen, Energieaudits und Energieeffizienzmaßnahmen bei der Bundesstelle für Energieeffizienz (www.bafa.de) sowie deren Berichte nach § 6 Abs. 1 EDL-G verwiesen. Weitere Energieeffizienz-Informationen gemäß § 4 Abs. 2 EDL-G erhalten Sie auch bei der Deutschen Energieagentur (dena) www.dena.de und bei dem Bundesverband der Verbraucherzentralen www.vzbv.de.

16. Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht für Verbraucher gem. § 13 BGB
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (365 AG, Im Mediapark 8, 50670 Köln oder per Telefax an: 0221 98594812 bzw. service@almado-energy.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief, Telefax, E-Mail oder Widerrufsformular, abzurufen unter http://www.almado-energy.de/widerrufsformular) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet. Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen oder Lieferung von Strom bzw. Erdgas während der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
Ende der Widerrufsbelehrung

 

Kosten und Entgeltliste

Widerrufformular

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